Alles, was gedruckt werden kann.
Anzeigen aus den 50er und 60er Jahren waren sehr einfach gestrickt. Ein Bild (meistens Skizze), die Bezeichnung des Produkts - und wenn aus der Bezeichnung der Nutzen nicht hervorging, eine kurze Beschreibung und natürlich der Verkaufspreis. Heute sehen Anzeigen ganz anders aus: Auf alle Fälle ein Blickfang (Insiderslang: Eye-Catcher), der mit dem zu bewerbenden Produkt nicht viel zu tun haben muss. Oftmals tritt das Produkt in den Hintergrund oder wird von Linien, Grafiken oder anderen Bildelementen unscheinbar gemacht und das alles, um die Anzeige unheimlich kalt (Insiderslang: cool) erscheinen zu lassen. Weiterhin sind die angegebenen Preise oftmals noch mit hübschen * versehen, die darauf hindeuten, dass noch andere Kosten auf den Käufer zukommen können.
Prämierte Werbeanzeigen sind nicht immer Qualitätsarbeit.
Wenn eine Agentur mit ihren Werbeanzeigen Preise gewinnt, halten schlichte Gemüter dies für ein Qualitätskriterium: "Preisgekrönte Werbung muss gut sein". Schließlich brüsten sich die Agenturmanager ständig damit, welche Preise (Insiderslang: "Awards") sie schon gewonnen haben. Die meisten Preise werden von Agenturen für Agenturen vergeben und alleine das "Mitmachen" kostet den "Mitmachern" bereits eine Stange Geld.
Entscheiden Sie selbst: Reicht es, wenn ein Werbemotiv nur Aufmerksamkeit erzeugt? Oder wäre eine Anzeige nicht noch viel stärker, wenn es einen Nutzen kommuniziert?
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